Erasmus Länder

Mit dem Erasmus-Programm fördert die Europäische Union die Mobilität von Studenten und Dozenten an Universitäten in allen beteiligten Ländern, wenn diese für eine gewisse Zeit im Ausland studieren, lehren oder forschen möchten. Es wurde bereits im Jahr 1987 ins Leben gerufen, mittlerweile werden Jahr für Jahr allein rund 180.000 Studenten dabei unterstützt, einen Teil ihres Studiums in anderen am Programm beteiligten Ländern zu absolvieren. Das jährliche Budget liegt bei rund 440 Millionen Euro.

Insgesamt sind 31 Länder an Erasmus beteiligt, weitere Nationen haben darüber hinaus die Teilnahme beantragt. Derzeit förderfähig sind (in alphabetischer Reihenfolge): Belgien, Bulgarien, Dänemark, Bundesrepublik Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Island, Italien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, die Tschechische Republik, die Türkei, Ungarn sowie Zypern.

Insgesamt nehmen in diesen Ländern mehr als 4.000 Universitäten und Fachhochschulen an Erasmus teil. Voraussetzung für diese Teilnahme ist, dass die jeweilige Institution über eine Erasmus-Hochschulcharta verfügt. Darin werden grundlegende Prinzipien des Programms aufgeführt, um so das Niveau der Kooperation mit anderen Einrichtungen und der Mobilität der eigenen und ankommenden Studenten zu gewährleisten. Einer der wichtigsten Punkte in diesem Zusammenhang ist die Anerkennung von Studienleistungen an der ausländischen Partnerhochschule, die im European Credit Transfer System (ECTS) geregelt ist.

Verantwortlich für Erasmus ist die Europäische Kommission, die Aktivitäten im Rahmen des Programms steuert die Generaldirektion Bildung und Kultur. Zudem verfügen alle 31 teilnehmenden Staaten über nationale Erasmus-Agenturen, die für verschiedene dezentrale Aktionen, etwa Tagungen oder Informationsveranstaltungen zum Thema Erasmus, verantwortlich sind. Bestimmte, zentralisierte Aktionen, zum Beispiel spezielle Netzwerke, multinationale und -laterale Projekte sowie die Verleihung der speziellen Hochschulcharta verwaltet die EU-Exekutivagentur Bildung, Audiovisuelles und Kultur (EACEA) in Brüssel. Die nationale Erasmus-Agentur in der Bundesrepublik Deutschland ist der Deutsche Akademische Austausch Dienst (DAAD), in Österreich ist es die Nationalagentur Lebenslanges Lernen.