Erasmus: Ein Praktikum macht's rund

Wer schon für ein Erasmus-Studium ins Ausland geht, sollte am besten auch gleich ein Praktikum dranhängen. Denn praktische Erfahrungen in einem fremden Land - zusätzlich zum Auslandssemester - sehen nicht nur künftige Arbeitgeber gern. Auch für Studenten bietet ein Praktikum die Möglichkeit, noch tiefer ins Gastland einzutauchen und zusätzlich zum Alltag in Hörsaal und Bibliothek auch das Berufsleben kennenzulernen.

Es empfiehlt sich, das Praktikum ans Ende des Erasmus-Semesters zu legen - dann können Sie gleich nach Ihrer Ankunft beginnen, vor Ort nach möglichen Praktikumsstellen zu suchen und Kontakte zu knüpfen. Gute Chancen hat, wer schon zu diesem Zeitpunkt die Sprache des Gastlandes gut beherrscht und keine Scheu hat, in dieser Sprache auch zu telefonieren oder Vorstellungsgespräche zu absolvieren. Nutzen Sie auch Beratungsangebote an Ihrer Hochschule! Gerade für Erasmus-Studenten gibt es häufig Sprechstunden oder ehrenamtliche Helfer, die Ihnen wertvolle Tipps geben können. Auch Professoren und Dozenten wissen meistens ein paar Adressen, wo Sie sich bewerben können. Im Notfall blättern Sie im Telefonbuch und sprechen Sie mögliche Arbeitgeber direkt an. In vielen Ländern wird diese Art von Eigeninitiative gern gesehen - und öffnet Türen in kleinere Unternehmen, die von sich aus nicht nach einem ausländischen Praktikanten gesucht hätten.

Wer nicht auf eigene Faust nach einem Unternehmen suchen möchte, das Praktika für Erasmus-Studenten anbietet, kann es über internationale Vereine wie Aegee oder Aiesec versuchen. Sie vermitteln oft Praktikumsstellen an ausländische Studenten - wer Glück hat, findet über sie sogar ein Praktikum mit Bezahlung. Wenn Sie sich schon vor der Abreise ins Erasmus-Land um Ihr Praktikum kümmern möchten, können Sie diese Vereine auch schon von Deutschland aus kontaktieren. Die Chance, auf diese Weise einen guten Praktikumsplatz zu finden, sind umso höher, je ausgefallener Ihr Wunschland ist. In englischsprachigen Ländern, in Frankreich oder Spanien sind die begehrten Plätze meist schnell vergeben.